|
|
|
|
Kaiser Ludwig
|
Kloster Ettal
|
Ammertal
|
|
An der Pforte zum Ammertal liegt Ettal. Hier gründete Kaiser Ludwig
der Bayer 1330 die Benediktinerabtei "ze unser frawen êtal", so wie er zuvor gelobt hatte, als er in Italien mit seinem Heern in Nöten
geraten war. Gleichzeitig ordnet er dem Kloster ein Ritterstift zu, das bis zu seinem Tode 1347 existierte.
|
 |
Der Kaiser brachte eine
Marienstatue aus Cararamarmor (14. Jhd.) mit, die in der
Hochaltarnische zu sehen ist. 1744 zerstörte ein Brand Kloster und
Kirche. Dies war auch das Ende der seit 1711 in Ettal bestehenden
Ritterakademie, in der neben Ritterkünsten gymnasiale und
universitäre Fächer gelehrt wurden.
|
Josef Schmutzer vollendete 1752 den Bau nach Plänen von Enrico Zuccali im Rokokostil. Der Wessobrunner erhöhte dazu das alte zwölfeckige gotische Schiff für die barocke Kuppel - die größte Bayerns - mit Laterne und Kreuz auf 75 m (außen). Imposant das Deckenfresko des 1710 in Reute geborenen Wiener Hofmalers Johann Jakob Zeiler, das die Verherrlichung der Dreifaltigkeit durch die Jünger St. Benedikts darstellt. Zeiller schuf das Werk, das 431 Figuren enthält, in zwei Jahren. Die sechs Seitenaltäre sind mit farbenfrohen Bildern verziert und bergen Reliquien. Beachtenswert das Hochaltarbild mit Marien-Themen sowie das Deckenfresko des Chors von Martin Knoller.
Ein Schwedenstein im Klosterhof erinnert an den Martertod des Paters J. Höss bei den Schwedeneinfällen 1632. Vom Höhenweg und Enzianweg bietet sich manch schöner Blick auf die geschlossene Klosterbauweise mit der mächtigen Kuppel, flankiert von zwei unterschiedlichen Türmen, an der Fassade monumental die zwölf Apostel.
Angegliedert sind dem Kloster u. a. Gymnasium, Internat, Brauerei, Likör-Fabrikation, Hotel "Ludwig der Bayer", Kunstverlag und eine Landwirtschaft. Bemerkenswert die Bibliothek mit 125.000 Bänden. Zur Ettaler Mühle führt ein kurzer Spaziergang Richtung Graswang. Sie wurde 1701 gebaut und mit dem Kloster 1803 säkularisiert, dem sie nun wieder gehört.
|
|